Die Cosmo-Studie zu Corona: Ein Langzeit-Stimmungsbild in der Pandemie

Eine wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit der Corona-Pandemie muss sich mit der Studienlage beschäftigen – in einer sozialwissenschaftlichen Veranstaltung natürlich nicht mit den virologischen Aspekten. Wir haben ja alle in den zurückliegenden zwei Corona-Jahren lernen müssen, dass es zahlreiche hauptberufliche Virologen in diesem Land gibt, die sich professionell mit Viren aller Art beschäftigen und die auf einmal ein Dauer-Abo in den Talkrunden und Sondersendungen in den Medien bekommen haben. Etwas anders sieht es mit der Epidemiologie aus. Moment mal, wird der eine oder andere denken: Das sind doch Mediziner, die sich da tummeln. Was soll das mit Sozialwissenschaften zu tun haben?

Was ist Epidemiologie? »Die Epidemiologie ist eine Wissenschaft, welche das Neuauftreten (die Inzidenz) und die Verbreitung von Krankheiten (die Prävalenz) untersucht. Dabei kann entweder die ganze Bevölkerung beobachtet werden, oder aber eine bestimmte Gruppe (eine Population). Damit ist die Epidemiologie eine medizinische Wissenschaft, welche die Ursachen, die Verbreitung und die Folgen von Krankheiten erforscht.« So eine Definition, die man beim Epidemiologischen Studienzentrum des UKE Hamburg finden kann.

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Von den Spekulationen über ein „Killer-Virus“ in die statistischen Tiefen und Untiefen der „Übersterblichkeit“

Der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist gleichsam auf den Corona-Wellen, über die wir bereits gesprochen haben, in sein Ministeramt „gesurft“. Viele Menschen haben ihm eine besondere Kompetenz in Fragen von Covid-19 zugesprochen, sicherlich auch bedingt durch seine andauernde Medienpräsenz in den ersten beiden Corona-Jahren.

Nun wird der eine oder andere seine mehr oder weniger bewusste Kompetenzzuschreibung in den vergangenen Wochen in Frage gestellt haben – und den Verdacht bekommen haben, dass der Minister an dem Corona-Thema „klammert“ und bewusst Panikmache schürt, die eben nicht wirklich wissenschaftlich begründbar oder belegbar ist. Ich meine hier solche Meldungen: Lauterbach warnt vor neuen Virusvarianten, so ist eine davon überschrieben, die am 17. April 2022 veröffentlicht wurde. Besonders ein vom Minister verwendeter Begriff ist dabei vielen übel aufgestoßen, weil hier mit elementaren Ängsten der Menschen hantiert wird:

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Schon zwei Corona-Jahre liegen hinter uns. Und wir sind immer noch mittendrin, am Ende oder vor der nächsten Welle?

Ich hatte Ihnen heute einen komprimierten Rückblick gegeben auf die beiden (letzten?) Corona-Jahre 2020 und 2021. Die Folien sind für Sie im Materialordner auf der Olat-Seite eingestellt, sie können die dort als PDF-Datei herunterladen.

Die Ausführungen sind dieser Veröffentlichung entnommen, die im Frühjahr des vergangenen Jahres von der Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlicht wurde:

➔ Manfred G. Schmidt (2021): Der Umgang mit der Corona-Krise vor dem Hintergrund des deutschen Sozialstaats und der Gesundheitspolitik der Europäischen Union, Berlin, 16.03.2021

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Sommersemester 2022

Hier finden Sie den Blog zum Seminar „Angewandte Sozialwissenschaften“ als Teil des Moduls „Sozialökonomie“ im Sommersemester 2022. Weitere Informationen gibt es auf der Olat-Seite zu dieser Veranstaltung, dort bitte als Teilnehmer eintragen, damit Sie alle Mitteilungen auch direkt per Mail erhalten.