Nichtwähler

Arbeitsgruppe 3: Was wissen wir über die große Gruppe der Nichtwähler?

(10.05.2021) »Dass ein großer Teil der Bevölkerung nicht wählen geht, stellt für die Politikwissenschaft ein Rätsel dar. Die Einflussfaktoren von Nichtwahl sind zahlreich und werden in der Literatur kontrovers diskutiert. Im Rahmen des vorliegenden Literaturberichts werden die relevanten Studien zu den Zusammenhängen zwischen Nichtwahl und den Einflussgrößen Bildung, Alter, Wahlnorm und Wahlpflicht diskutiert und systematisiert. Auch die Veröffentlichungen zu den möglichen Konsequenzen niedriger Wahlbeteiligung werden näher beleuchtet. Es zeigt sich, dass in der Literatur noch viel Unstimmigkeit herrscht und die Systematisierung weiterer Forschung notwendig ist.« Das findet man in diesem Fachaufsatz:

➔ Martin Althoff (2020): Der Nichtwähler: Ein noch immer „unbekanntes Wesen“, in: Politische Vierteljahresschrift, 2020, S.151–174

Und hier ein Grundlagen-Text zum Thema Wahlbeteiligung und damit auch der Nichtwähler:

➔ Markus Steinbrecher (2020): Wahlbeteiligung, in: Thorsten Faas, Oscar W. Gabriel und Jürgen Maier (Hrsg.) 2020: Politikwissenschaftliche Einstellungs- und Verhaltensforschung. Handbuch für Wissenschaft und Studium, Baden-Baden, S. 327-347

(01.05.2021) In der ersten Materiallieferung finden Sie eine Reihe von etwas älteren Materialien zu Ihrem Thema.

In meinem Blog „Aktuelle Sozialpolitik“ habe ich immer wieder mal das Thema Nichtwähler angesprochen, immer vor dem sozialpolitischen Hintergrund. Dazu diese Hinweise:

➔ Stefan Sell (2017): Soziale Ungleichheit bei der Wahlbeteiligung – und durch die Wahlen? Eine sozialpolitische Herausforderung, in Aktuelle Sozialpolitik, 21.05.2017

➔ Stefan Sell (2017): Eine Wahlnachlese: Wie war das eigentlich mit den „Abgehängten“ und den Nichtwählern?, in: Aktuelle Sozialpolitik, 04.10.2017

Und aus meinen Blog-Beiträgen auch noch dieser Hinweis auf die Fallkonstellation von „gezwungenen Nichtwählern“, dass man also Menschen die Ausübung des Wahlrechts verbietet:

➔ Stefan Sell (2017): Die einen gehen nicht wählen, weil sie nicht wollen. Einige andere dürfen nicht wählen, auch wenn sie vielleicht (?) wollen. Der Ausschluss vom Wahlrecht für „dauerhaft Vollbetreute“, in: Aktuelle Sozialpolitik, 20.08.2017

Und hier geht es weiter mit dem Hinweis auf einige ausgewählte Studien:

➔ Robert Vehrkamp et al. (2017): Populäre Wahlen – NRW. Mobilisierung und Gegenmobilisierung der sozialen Milieus bei der Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2017, Gütersloh: Bertelsmann-Stiftung, Mai 2017

➔ Armin Schäfer, Robert Vehrkamp, Jérémie Felix Gange (2013): Prekäre Wahlen. Milieus und soziale Selektivität der Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2013, Gütersloh 2013

➔ Robert Vehrkamp (2015): Politische Ungleichheit – neue Schätzungen zeigen die soziale Spaltung der Wahlbeteiligung, Gütersloh 2015

Diese Studie wirft einen Blick auf mögliche Zusammenhänge zwischen sozialer Lage und Wahlverhalten:
➔ Karl Brenke und Alexander S. Kritikos (2017): Wählerstruktur im Wandel, in: DIW Wochenbericht Nr. 29/2017

Wer sind eigentlich „diese“ Nichtwähler? Dazu eine Auswahl aus den vorliegenden Studien:

➔ Manfred Güllner (2013): Nichtwähler in Deutschland, Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung, 2017

➔ Michael Kaeding und Stefan Haußner (2016): Gut bekannt und unerreicht? Soziodemografisches Profil der Nichtwähler_innen, Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung, 2016

➔ Maximilian Bläser et al. (2016): Wahl und Nichtwahl. Politikeinstellungen und Politik-Hoffnungen in Göttinger Stadtvierteln, Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung, 2016

➔ Beate Küpper (2017): Das Denken der Nichtwählerinnen und Nichtwähler. Einstellungsmuster und politische Präferenzen, 2., aktualisierte Auflage, Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung, Juli 2017

➔ Horst Kahrs (Hrsg.) (2017): Wahlenthaltung. Zwischen Abwendung, Verdrossenheit und Desinteresse, Berlin: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Juni 2017

Und auch aus der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stifung gibt es eine Analyse zu dem Thema:

➔ Viola Neu (2012): „Dann bleib ich mal weg”. Der Mythos der „Partei” der Nichtwähler, Sankt Augustin/Berlin: Konrad-Adenauer-Stiftung, 2012