Pflegeheime

(16.05.2022) Im Dezember des vergangenen Jahres wurde diese Meldung veröffentlicht: »Das Bundesgesundheitsministerium wollte Corona-Ausbrüche in Pflegeeinrichtungen umfassend wissenschaftlich untersuchen lassen – auch um einen besseren Schutz zu entwickeln. Doch es fand sich niemand für eine solche Studie.« Florian Flade berichtete unter der Überschrift Ministerium fand niemanden für Studie: »Einen griffigen Namen hatte man sich im Bundesgesundheitsministerium für die geplante Studie schon ausgedacht: CASP, ein Akronym für „Analyse der Gründe für SARS-CoV-2-Ausbrüche in stationären Pflegeeinrichtungen“. Im Sommer schrieb das Ministerium die Studie offiziell aus. In vielen Pflegeeinrichtungen waren Corona-Ausbrüche aufgetreten, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Pflegekräfte erkrankt, viele sind an den Folgen der Virus-Infektion gestorben. Dies sollte nun umfassend untersucht werden – auch mit Blick in die Zukunft.« Das hört sich doch gut an. Aber:

»Die Studie, die auch zum Schutz von Pflegeeinrichtungen beitragen sollte, gibt es allerdings bis heute nicht, wie das Bundesgesundheitsministerium … bestätigte. Es fand sich angeblich niemand, der für eine solche Untersuchung geeignet gewesen wäre.«

»“Da dem Bundesministerium für Gesundheit kein geeignetes Angebot vorgelegt wurde, konnte diese Studie nicht vergeben werden“, teilte eine Sprecherin mit. „Alternativ hat das Bundesministerium für Gesundheit eine Studie „Literaturauswertung zu Ursachen für SARS-CoV-2-Ausbrüche in stationären Pflegeeinrichtungen“ direkt an einen externen Forschungsnehmer vergeben. Die Ergebnisse dieser Literaturauswertung werden bis zum Jahresende 2021 erwartet.“«

Während es auf Bundesebene demnach keine wie ursprünglich geplante Studie zum Ausbruchsgeschehen in Pflegeeinrichtungen gibt, wurde in Baden-Württemberg eine entsprechende Untersuchung auf Landesebene bereits im Jahr 2021 durchgeführt. Diese Studie finden Sie hier:

➔ Astrid Elsbernd et al. (2021): Studie zur aktuellen Lage in Einrichtungen der stationären und ambulanten Langzeitpflege in Baden-Württemberg während der Corona-Pandemie, Esslingen, Juli 2021

Florian Flade berichtet über die Studie: »Fachleute der Hochschule Esslingen führten die Studie im Auftrag des baden-württembergischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration durch. Sie befragten Mitarbeitende von Pflegeeinrichtungen, führten Gespräche mit Bewohnerinnen und Bewohnern, analysierten die Testsituation, Hygienekonzepte und die Impfungen in der Langzeitpflege. Dabei konnten zahlreiche Defizite und Schwächen identifiziert werden: Etwa bei der Digitalisierung von Arbeitsabläufen, der Bürokratie und der Zusammenarbeit mit Gesundheitsämtern. Und auch die Einbindung des Personals in die Pandemiebekämpfung, so das Fazit der Studie, müsse verbessert werden. „Pflegende aus den verschiedenen Ebenen der Einrichtungen der Langzeitpflege sind Schlüsselpersonen zur Bewältigung der Folgen der Pandemie und beim Schutz der Betroffenen“, heißt es in der Studie aus Baden-Württemberg. „Sie wünschen sich dabei, an allen Entscheidungen, die dieses Geschehen betreffen, spürbarer beteiligt zu sein.“«

(16.05.2022) Das Sterberisiko von Bewohner/innen von Pflegeheimen, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten, liegt bei 58 Prozent innerhalb der folgenden 90 Tage. Dies zeigt eine aktuelle Studie vom Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Berliner Charité und dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO):

➔ Raphael Kohl et al. (2022): Mortalität hospitalisierter Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner mit COVID-19, in: Deutsches Ärzteblatt, Heft 16/2022

Eine längere Fassung – Kohl et al. 2021: COVID-19-Betroffenheit in der vollstationären Langzeitpflege – findet man hier (Sie können das gesamte Buch mit allen Beiträgen kostenlos als PDF-Datei abrufen):

➔ Klaus Jacobs et al. (Hrsg.): Pflege-Report 2021. Sicherstellung der Pflege: Bedarfslagen und Angebotsstrukturen, Berlin: Springer, 2021

In dem Pflegereport 2021 finden Sie auch diesen Beitrag:
➞ Räker et al. (2021): Pflegerische Versorgung in der ersten Welle der COVID-19-Pandemie

(07.05.2022) Ich hatte in der vergangenen Präsenzveranstaltung bei der Frage, wen man interviewen könnte, auch auf die Institution der Heimbeiräte hingewiesen (ein Pendant haben die Arbeitsgruppenmitglieder Zum Thema Werkstätten für behinderte Menschen mit den Werkstatträten). Dazu einige Hintergrundinformationen:

Durch das Heimgesetz (HeimG) wird älteren Menschen sowie pflegebedürftigen oder behinderten volljährigen Menschen, die in einem Heim leben, ein Mitwirkungsrecht in Angelegenheiten des Heimbetriebs garantiert. Der Heimbeirat ist das zentrale Mitwirkungsgremium und Interessenvertretung für die Bewohner im Heim. Durch ihn wirken die Bewohner von Heimen in Angelegenheiten des Heimbetriebs wie Aufenthaltsbedingungen, Heimordnung, Verpflegung und Freizeitgestaltung mit. Das Mitwirkungsrecht betrifft aber auch Maßnahmen, die der Sicherung der Qualität der Leistungen des Heimträgers dienen, sowie die Vereinbarungen, die der Heimträger mit den Pflegekassen und den Sozialhilfeträgern über die einzelnen Leistungen des Heims, deren Qualität und Preis trifft. Die gesetzlichen Grundlagen finden sich im Heimgesetz (HeimG) sowie in der Verordnung über die Mitwirkung der Heimbewohner in Angelegenheiten des Heimbetriebs (HeimMitwirkungsV).

(07.05.2022) Die Berichterstattung, aber auch viele eigene Erfahrungen mit den Pflegeheimen in Corona-Zeiten (sowie mit den grundsätzlichen Problemen nicht in allen, aber vielen Heimen) entfalten ihre eigene Wirkung und befördern den Trend, so lange wie möglich zu Hause zu bleiben und einen Heimeintritt aufzuschieben. Das hat – neben den leistungsrechtlichen Verbesserungen der vergangenen Jahre vor allem im Bereich der ambulanten Pflege – dazu geführt, dass die Nachfrage nach Dienstleistungen der ambulante Pflege stark angestiegen ist (und dort werden zunehmend Anfragen abgewiesen, weil es schlichtweg an Personal mangelt). Vgl zu den ambulanten Pflegediensten bereits diesen Beitrag von mir aus dem Sommer des vergangenen Jahres: Ambulante Pflegedienste zwischen expandierender Nachfrage, Kapitulation vor Ort und einer Spitzenplatzierung im „Betrugs-Ranking“ der Kassen (25.07.2021).

Anfang Januar dieses Jahres wurde dieser dazu passende Bericht veröffentlicht: Corona bringt ambulante Pflegedienste an ihre Grenzen (03.01.2022): »Pflegedienste beobachten, dass sich wegen Corona mehr Menschen für die Pflege daheim entscheiden. Zu groß ist die Angst vor neuen Kontaktbeschränkungen. Doch Angehörige sind oft von der häuslichen Pflege überfordert und auch hier fehlt Personal.«

(06.05.2022) »Zu Beginn der Corona-Pandemie galten in stationären Alten- und Pflegeheimen strenge Besuchsverbote. Manche Bewohner wurden wochenlang isoliert, um sie vor dem Coronavirus zu schützen. Doch vielen hat das geschadet: Sie leiden langfristig unter Depressionen, Desorientierung und Demenz.« So wird eine Hintergrund-Sendung des Deutschlandfunks eingeleitet, die am 15.12.2021 ausgestrahlt wurde:

➔ DLF: Pflegeheime und Pandemie: Was die Coronaregeln für Menschen in Altenheimen bedeuten (15.12.2021)

Sie können die Sendung über den Link in einer Textfassung nachlesen – wenn Sie das aber lieber direkt auf die Ohren bekommen möchte, dann können Sie sich die knapp 20minütige Sendung hier als Audio-Datei anhören.

In diesem Kontext interessant: Seit Anfang 2021 wird doch geimpft und zuerst wehren die besonders gefährdeten Menschen in den Pflegeheimen dran. Aber dann muss man im Dezember 2021 so etwas lesen: Gut organisierte Ignoranz (07.12.2021): »In vielen Fällen haben die Behörden auch in der vierten Corona-Welle keine Ahnung, wie gut Senioren in Pflegeheimen durch Impfung geschützt sind. Das ergab eine Umfrage von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“.«

Blicken wir weit zurück in die ersten Monate der Corona-Pandemie. Damals wütete das Virus in vielen Pflegeeinrichtungen, die versucht haben, sich abzuschotten, zumindest gegenüber den Angehörigen und anderen, die ansonsten in einem Heim ein- und ausgehen. Damals, im Jahr 2020, gab es keine Behandlung und eine Impfung war noch nicht in Sicht. Was damals in vielen Heimen passiert ist, war eine große Belastung, auch für die Angehörige. Hier der Link zu einer Doku, die im Oktober 2020 ausgestrahlt worden ist:

➔ ARD: Ich weiß nicht mal, wie er starb. Wie ein Pflegeheim zur Corona-Falle wurde (12.10.2020): »Als das Virus erkannt wurde, war es zu spät: Innerhalb weniger Tage infizierten sich 112 Bewohner eines Pflegeheims in Wolfsburg mit Corona, 47 von ihnen starben. Auch viele Pflegekräfte erkrankten an Covid-19.«

(04.05.2022) Hier der Hinweis auf einen Podcast zu Ihrem Thema. 28 Minuten, die sich lohnen. Ich verlinke Ihnen die Sendung direkt als Audio-Datei:

➔ SWR: Pflegeheime in der Pandemie – Isolation und Einsamkeit (24.03.2022)
Menschen in Altenheimen sollen vor Corona geschützt werden, doch das hat teils gravierende Folgen: Einsamkeit und Depression, körperlicher Abbau. Vielen fehlt die soziale Teilhabe. Eines scheint allerdings klar: Pflegebedürftige sollen nicht mehr pauschal von der Außenwelt und ihren Angehörigen isoliert werden.

(04.05.2022) „Schutz und Sicherheit statt sozialer Kontakte“- eine kritische Analyse zur Situation von älteren Menschen in stationärer Pflege im Zeichen von Corona – so ist der Hinweis des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) auf eine Publikation von Frank Schulz-Nieswandt überschrieben, die bereits im Mai 2020, inmitten des Wütens der ersten Corona Welle, veröffentlicht wurde:

➔ Schulz-Nieswandt, Frank (2020): Gefahren und Abwege der Sozialpolitik im Zeichen von Corona Zur affirmativen Rezeption von Corona in Kultur, Geist und Seele der „Altenpolitik“, Berlin, Mai 2020

Seine Ausführungen legen den Finger auf zahlreiche offene Wunden: »Pflegeheime sollten Orte des alltäglichen Lebens und normalen Wohnens sein, de facto aber bestimmen mehr denn je Schutz und Sicherheit statt sozialer Kontakte die Wirklichkeit der Bewohnerinnen und Bewohner. „Corona hat die Dichteform der Isolierung in gesteigerter Form auf die Spitze getrieben“, so Prof. Dr. Schulz-Nieswandt. „Die aktuelle Krise hält uns als Gesellschaft den Spiegel vor, dass die Transformation der Wohnformen im Alter als Normalisierung der Form des sozialen Daseins mit den Dimensionen von Selbstbestimmung, Selbständigkeit und Teilhabe nicht gelungen ist“. Die COVID-19-Pandemie bringt die Gesellschaft in einen fundamentalen Zielkonflikt. Einerseits gilt die Sorge explizit dem Schutz vulnerabler Gruppen und insbesondere dem hohen Alter. Andererseits werden Menschen im hohen Alter in den Pflegeheimen verstärkt dem sozialen Tod infolge von sozialen Ausgrenzungen ausgesetzt. Die Vermeidung des biologischen Todes wird teuer erkauft mit dem sozialen Tod. Die pauschale Stigmatisierung der Schutzbedürftigkeit der vulnerablen Gruppe der „Alten“ kappt die gerade erst im langsamen und widerspruchsvollen Wachstum befindliche Sozialraumöffnung der Heime. Das Grundrecht des alten Menschen auf Selbstgefährdung als Ausdruck der Selbstbestimmung mit Blick auf das ebenso grundrechtlich kodifizierte Teilhaberecht wird massiv verletzt. Die Mehrheitsbevölkerung erlebt noch einen öffentlichen Außenraum ihres privat-häuslichen Innenraums; die Lebenswelt der Pflegeheime ist eine extreme Form der Ausgrenzung. Auch ohne Sars-CoV-2- der Einfachheit halber Corona-Virus genannt – ist die Atmosphäre in Heimen an dem Vorbild von klinischen Hygieneverordnungen von Akutkrankenhäusern orientiert. Dies, gepaart mit den Corona-Hygienemaßnahmen, wirkte sich nun in einer eskalierenden Form der Kasernierung aus. Das Risikomanagement von Corona läuft nicht wie im Fall des normalen Alltags der nachbarschaftlich und infrastrukturell vernetzten privaten Häuslichkeiten und gemeinschaftlichen Formen privaten Wohnens ab. Als Frage rückt in das Zentrum der kritischen Diagnostik des Heimlebens: In welcher Lebensqualität würden die Menschen das Corona-Virus bewältigen oder auch am Virus sterben, wenn dies in lokalen Caring Communities statt in der Dichte des Heimlebens geschehen würde? Und: Hat die Gesellschaft den expliziten oder mutmaßlichen Willen der Bewohnerinnen und Bewohner befragt?
Die Schuld der Gesellschaftspolitik – und damit aller Bürgerinnen und Bürger – liegt in der über lange Zeit nicht wirklich gewollten Transformation der Wohnformen im Alter als Normalisierung der Form des sozialen Daseins. Corona hat die Dichteform der Kasernierung nur noch auf die Spitze getrieben und uns damit einen Spiegel vorgehalten. Denn die Gesellschaft ist in Bezug auf die Würde des älteren und alten Menschen nicht gut aufgestellt.«

(28.04.2022) Immer wieder wurde in den vergangenen zwei Corona-Jahren auf der einen Seite zwar Verständnis geäußert für die Abschottung der Pflegeheime als Schutzmaßnahme, auf der anderen Seite gab und gibt es seitens der Betroffenen-Verbände Kritik an den erheblichen Beschränkungen und Zutrittsverboten für die Angehörigen der Bewohner/innen von Pflegeheimen. Einer dieser Verbände ist der BIVA-Pflegeschutzbund. Der Selbstbeschreibung des Verbandes können Sie entnehmen: »Der BIVA-Pflegeschutzbund setzt sich seit 1974 bundesweit für die Rechte und Interessen von Menschen ein, die Hilfe oder Pflege benötigen und daher in betreuten Wohnformen leben. Er ist damit die einzige bundesweite Interessenvertretung für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und für von Pflege Betroffene. Das schließt sowohl alle Menschen ein, die im Alter und bei Behinderung selbst Wohn- und Pflegeangebote in Anspruch nehmen, als auch deren Angehörige, die sich in der schwierigen Situation von Pflege und Betreuung befinden. Die BIVA betreibt selbst keine Einrichtungen oder Pflegedienste und steht somit konsequent auf Seiten der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Sie ist gemeinnützig, parteipolitisch und konfessionell neutral sowie finanziell unabhängig.« Und der BIVA hat sich zum einen in den vergangenen Monaten bis heute immer wieder sehr kritisch geäußert zu den Maßnahmen, mit denen Pflegeheimen sich zu schützen versucht haben und das immer noch versuchen, denn die Pandemie ist ja nicht vorbei. Zugleich finden Sie auf der Website des Verbandes zahlreiche und wertvolle Informationen und Materialien, auch hinsichtlich der abweichenden Regelungen in den einzelnen Bundesländern. Hier die für Ihre Arbeitsgruppe sicher sehr hilfreiche Corona-Seite:

➔ BIVA: Corona im Pflegeheim. Hinter­gründe, Ein­schätzungen und Veröffent­lichungen während der Corona-Pandemie

Als derzeit aktuellste Meldung finden Sie dort die Übersichtsdarstellung Besuchseinschränkungen in Alten- und Pflegeheimen wegen Corona und die Regelungen in den einzelnen Bundesländern vom 21. April 2022.

(27.04.2022) Beamen wir uns zurück an den Anfang der Corona-Pandemie. Im Frühjahr 2020 grassierte die Angst unter uns allen, was mit dieser Pandemie auf uns zukommen wird. Wir standen unter dem Einfluss der Bilder aus Bergamo – und der Schreckensmeldungen vor allem aus unseren Pflegeheimen. Täglich erreichten uns Meldungen über viele ältere Menschen, die dem neuen, unbekannten Virus zum Opfer gefallen sind. Gleichzeitig, man muss daran erinnern, gab es – anders als in den meisten Kliniken – in den Pflegeheimen noch nicht einmal einfachste Schutzmaterialien für das Personal (und die Bewohner). Viele Pflegeheime haben sich damals komplett abgeschottet von der Außenwelt – genauer gesagt: von einem Teil der Außenwelt, denn selbstverständlich kam und ging das Personal weiterhin (und war dann auch oftmals das Einfallstor für das Virus). Aber die Angehörigen der Bewohner/innen der Heime standen vor verschlossenen Türen und konnten nicht mehr zu ihren Familienangehörigen vordringen.

Ich habe das damals in meinem Blog „Aktuelle Sozialpolitik“ thematisiert – bitte beachten Sie bei den folgenden Hinweisen, dass das in dem Jahr 2020, dem ersten Corona-Jahr, in der jeweils aktuellen Situation geschrieben wurde, heute sind wir an der einen oder anderen Stelle natürlich schlauer. Hier die Links zu meinen damaligen Artikeln:

Der erste Beitrag, den ich zu dem Thema veröffentlicht habe:

➔ Stefan Sell (2022): Aus den Untiefen der Verletzlichsten und zugleich weitgehend Schutzlos-Gelassenen: Pflegeheime und ambulante Pflegedienste inmitten der Coronavirus-Krise (29.03.2020)

Und dann kam dieser Beitrag:

Der Tod und die Pflegeheime in Zeiten der Coronavirus-Pandemie (07.04.2020)

Im Herbst des Jahres 2020 kam dann dieser Beitrag:

Ein albtraumhaftes Dilemma in Zeiten von Corona: Menschen in Pflegeheimen (02.09.2020)

Und dann kam die zweite für viele todbringende Corona-Welle:

Erneut wieder nur Pest oder Cholera? Ein albtraumhaftes Dilemma in Zeiten von Corona: Menschen in Pflegeheimen in der zweiten Welle (12.11.2020)

Nicht nur die Pflegeheime stecken im Niemandsland fest, zwischen den Fronten in Zeiten von Corona. Und immer wieder die Frage: Wer hat die Verantwortung für ein Leben zwischen Leben und Sterben? (23.11.2020)

Nun haben Sie bereits mehrere Artikel bekommen, die sich mit den Menschen in den Heimen beschäftigt haben – das ist ja auch Ihr Thema in diesem Semester. Aber wir dürfen nicht vergessen: die Mehrheit der pflegebedürftigen Menschen wird nicht in Pflegeheimen versorgt, sondern zu Hause, entweder allein von den Angehörigen oder unter partieller Beteiligung ambulanter Pflegedienste. Dazu dieser Beitrag von mir aus dem Januar 2021:

Sichtbare und unsichtbare Hochrisikogruppen der Corona-Pandemie? Eine große offene Frage mit Blick auf die vielen Pflegebedürftigen, die nicht im Heim sind (11.01.2021)

Nun sind wir schon im zweiten Corona-Jahr angekommen, also 2021. Und im Januar dieses Jahres (das ist noch gar nicht so lange her!), begannen die Impfungen, zuerst nur der sehr alten Menschen, darunter vieler Pflegeheimbewohner:

Pflegeheime und Covid-19. Fragen über Fragen diesseits und jenseits der Hoffnung, mit den Impfungen wird alles vorbei sein (17.01.2021)

Und im Sommer des Jahres 2021 habe ich diesen Artikel veröffentlicht, der verdeutlicht, dass es neben Corona auch noch andere Herausforderungen für die Pflegeheime gibt:

Die Sorge um die alten Menschen in Heimen und der eigenen Häuslichkeit in hitzigen Zeiten. Zugleich ein Hinweis auf die unterkomplexe pflegepolitische Diskussion (20.06.2021)

Das ist doch schon mal eine Menge Stoff aus der ersten Zeit der Corona-Pandemie.

Wenn Sie sich generell informieren wollen über as Thema Alten- bzw. Langzeitpflege unter besonderer, aber eben nicht alleiniger Betrachtung der Pflegeheime, dann schauen Sie sich bitte die Pflegestatistik an, die vom Statistischen Bundesamt alle zwei Jahre veröffentlicht wird:

➔ Statistisches Bundesamt (2021): Pflegestatistik 2019