Jugendhilfe

Jugendliche und junge Erwachsene und die praktischen Probleme für sowie Reaktionen der Sozialarbeiter/innen

(28.06.2020) Hier ein interessanter Artikel aus der ZEIT zu den generellen Problemen der Jugendhilfe (nach SGB VIII) an den vielen „Schnittstellen“ zu anderen Rechtsvorschriften:

Eine Chance für Systemsprenger wie Zoe (27.06.2020): »Schwer erziehbare Jugendliche landen oft in Hartz IV – auch weil staatliche Hilfen kaum ineinandergreifen. Ein Jugendwohnheim in Hessen will das ändern.«

(15.06.2020) In der heutigen Ausgabe der Rhein-Zeitung ist dieser für Ihr Thema hoch relevante Artikel erschienen, in dem natürlich auch das HoT Sinzig auftaucht. Sie können sich den Artikel als PDF-Datei im Original herunterladen:

➔ Sofia Grillo: Wie funktioniert Jugendpflege mit Kontaktverbot? Einrichtungen der Städte im Kreis Ahrweiler lassen sich viel einfallen, um mit Kinder zu beschäftigen und Ferienfreizeiten umzusetzen, in: Rhein-Zeitung, Landkreis Ahrweiler, 15.06.2020

(13.06.2020) Hier der Hinweis auf eine Sonderseite des Jugendhilfeportals zum Thema Jugendhilfe und Corona, falls Sie die nicht schon selbst entdeckt haben:

➔ Coronavirus. Das Coronavirus betrifft die Kinder- und Jugendhilfe in jedem Arbeitsfeld und auf verschiedenen Ebenen. Infos, Nachrichten und Fachbeiträge finden Sie auf dieser Sonderseite: www.jugendhilfeportal.de/coronavirus.

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ ist das Forum und Netzwerk bundeszentraler Zusammenschlüsse, Organisationen und Institutionen der freien und öffentlichen Jugendhilfe in Deutschland. Die haben sich mit diesem Papier zu Wort gemeldet – allerdings schon Ende März, was man beim Lesen berücksichtigen sollte:

➔ AGJ (2020): Wenn Kümmerer*innen selbst Hilfe brauchen… Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kinder- und Jugendhilfe. Zwischenruf der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ, Berlin, 27.03.2020

(12.06.2020) Hier mal eine aktuelle Meldung die Kinder- und Jugendhilfe in unserer Region betreffend, die verdeutlicht, dass es neben den besonderen Herausforderungen durch die Corona-Krise auch strukturelle Probleme, nicht überraschend: vor allem Finanzierungsprobleme, gibt, die weiterhin das Arbeitsfeld belasten:

Angebote für Jugendliche fallen Sparzwang zum Opfer
Die Bonner Lebenshilfe plagen Finanzsorgen. Der Träger streicht daher ein Kerngeschäft.
➞ Die Bonner Lebenshilfe hat ihre Angebote für Kinder und Jugendliche aufgeben, nachdem der Bereich zuletzt rote Zahlen schrieb.
➞ Die Qualitätsanforderungen hätten mehr gekostet als Nutzen gebracht.
➞ Der Träger nimmt Politik und Kostenträger in die Pflicht, um für ein finanzierbares Angebot zu sorgen.
Anfang des Monats hat die Bonner Lebenshilfe ihre Angebote für Kinder und Jugendliche geschlossen. Grund ist die nicht ausreichende Refinanzierung des Geschäftsbereichs. „Von der Personaleinstellung bis zum Einsatzbeginn müssen wir hierbei eine nicht refinanzierte Vorleistung erbringen“, sagt Geschäftsführer Andreas Heß. Gleichzeitig seien die Qualitätsanforderungen der Kostenträger an diese Leistungen sehr hoch. Die Anforderungen würden mehr kosten als nutzen.
Heß nimmt die Politik und Kostenträgerin die Verantwortung. „Aus unserer Sicht bedarf es Lösungen im Zusammenspiel verschiedener Kostenträger, die es den Leistungserbringern ermöglichen, finanzierbare Angebote für Kunden anbieten zu können“, so der Geschäftsführer. Die Kunden müssten Leistungen bezahlen können, damit die Lebenshilfe kostendeckend arbeiten könne.
Die Lebenshilfe Bonn beschäftigt rund 600 Mitarbeitende in der ehemaligen Bundeshauptstadt sowie im linksrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises. Sie unterhält sieben stationäre Wohneinrichtungen, unterstützt darüber hinaus ambulante Wohnangebote und ist darüber hinaus Gesellschafterin der Bonner Werkstätten mit 1.100 Mitarbeitende mit Behinderung und mehr als 300 Angestellten.
(Quelle: Wohlfahrt intern, 08.06.2020)

(06.06.2020) Karlsruher Jugendhäuser öffnen nach und nach: »Für Kinder und Jugendliche hat das Warten ein Ende: Seit Dienstag dürfen Bolzplätze sowie Kinder- und Jugendhäuser wieder besucht werden. Laut Stadtjugendausschuss öffnen am Mittwoch aber nur zwei der knapp 20 Jugendhäuser in Karlsruhe nach der langen Corona-Pause.«

(22.05.2020): Neue Studie aus dem Deutschen Jugendinstitut:
➔ Alexandra Langmeyer, Angelika Guglhör-Rudan, Thorsten Naab, Marc Urlen und Ursula Winklhofer (2020): Kindsein in Zeiten von Corona. Erste Ergebnisse zum veränderten Alltag und zum Wohlbefinden von Kindern, München: Deutsches Jugendinstitut (DJI), 09.05.2020

(12.05.2020): Jugendhilfe und Corona:“Nachbarn beschweren sich, wenn die Kinder im Garten spielen“: »Keine Schule, keine Freunde, keine Hobbys: Kinder haben es in der Corona-Krise schwer. Umso mehr jene, die sich nicht auf ein intaktes Elternhaus stützen können. Wohngruppen-Leiterin Christiane Dröge erzählt aus ihrem neuen Alltag.«

(06.05.2020) Missbrauch, Elternstreit, Einsamkeit: Die Ehrenamtlichen vom Kinder- und Jugendtelefon Berlin werden zunehmend mit Corona-Nöten konfrontiert: „Ich darf nicht mehr raus auf die Straße“.

(06.05.2020) Anschließend an unsere heutige Besprechung hier der Hinweis auf die Website des HOT Sinzig (Haus der offenen Tür):

Wie besprochen werde ich Kontakt aufnehmen mit der Leiterin des HOT, Petra Klein. Die Kontaktdaten kommen dann per Mail an die Arbeitsgruppe.

(03.05.2020) »Seit sieben Wochen hat der D-Hof, eine Kinder- und Jugendeinrichtung in Aachen, wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Trotzdem ist dort seitdem viel passiert. Aus Sorge um das Wohl der Kinder und Jugendlichen, die hier sonst täglich in der Ganztagsbetreuung sind oder ihre Freizeit verbringen, sind kreative Ideen gewachsen: Videochats, Rätsel und Bastelideen via Social-Media, Pakete mit Lernmaterialien und Spielen, die sich Familien abholen können. Zu Beginn der Krise war das Ziel des Teams, den Kontakt zu den Familien im Stadtteil aufrecht zu erhalten. Die Sozialarbeiter hatten Sorge, dass den Kindern langweilig wird, sie alleine ihre Schulaufgaben nicht bewältigen können oder es in der Familie kracht. Nun stellen sie fest: Es fehlt an noch existenziellerer Versorgung.« So beginnt der Beitrag Sorge um wachsende Kinderarmut: Wenn das Geld für Essen nicht reicht von Luisa Houben (ZDF) vom 03.05.2020. Über die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung D-Dorf in Aachen hatte das ZDF bereits am 05.04.2020 berichtet: Kindeswohl in Gefahr: Wenn Zuhause kein sicherer Ort ist. »Sozialarbeiter schlagen Alarm. In der Corona-Krise sorgen sie sich um das Wohl besonders schutzbedürftiger Kinder. Trotz und gerade deswegen versuchen sie für sie da zu sein.«

(03.05.2020) Hier die Zusammenstellung einiger Materialien sowie hilfreicher Links:

➔ Deutsches Jugendinstitut (DJI): Die Kinder- und Jugendhilfe in Corona-Zeiten. Stellungnahmen, Positionspapiere, Plattformen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie: Eine Zusammenstellung

Arm und unglücklich: Am stärksten unter Armut leiden laut einer Studie Kinder, die bei Alleinerziehenden oder in komplexen Patchwork-Familien aufwachsen. Die Corona-Krise dürfte deren Situation noch verschärfen.

➔ Jugendarbeit in Rheinland-Pfalz ➔ https://jugend.rlp.de ➞ auf der rechten Seite: Corona: Materialien für die Jugendarbeit

➔ Jugendhilfeportal der AGJ ➔ https://www.jugendhilfeportal.de